Außenbeziehung
Mehr als die Hälfte aller Paare werden im Laufe ihres Lebens mit dem Thema Untreue konfrontiert. Diese Situation kann eine Beziehung an den Rand ihrer Belastungsfähigkeit bringen.
Der Betrogene stürzt in eine existenzielle Krise, die ihn an seinem Selbstwert zweifeln lässt. Verzweiflung und Verletzung lösen Gefühle von Wut und Ohnmacht aus. Vertrautes entgleitet, Sicherheit gibt es keine mehr. Die gemeinsame Zukunft ist gefährdet. Verlustängste verhindern einen klaren Blick auf die Situation.
Der untreue Partner wiederum ist zerrissen zwischen Faszination am Neuen und Schuldgefühlen. Er schwankt häufig zwischen der Sehnsucht nach der Sicherheit, die mit dem Vertrauten verbunden war und der Euphorie der Verliebtheitsgefühle. Zusätzlich erschwerend kommt die moralische Verurteilung von Untreue durch Freunde, Familie und Gesellschaft hinzu. So befinden sich beide Partner in einem Ausnahmezustand!
Viele Paare trennen sich in dieser überfordernden Situation viel zu schnell oder schaffen es nicht, aus dem Kreislauf gegenseitiger Schuldzuweisungen auszusteigen. Erst wenn es gelingt zu verstehen, was zum kritischen Ereignis der Dreiecksbeziehung geführt hat, kann das Paar beginnen, diese Einsichten und Erkenntnisse für einen möglichen Neubeginn miteinander zu nutzen.
Mit Hilfe von Beratung können sich Blockaden lösen, hilfreiche Bewältigungsstrategien gefunden werden und Ideen für eine neue gemeinsame Zukunft entstehen.
Im Laufe der Auseinandersetzung kann aber auch deutlich werden, dass die Beziehung über die Jahre so stark geschädigt wurde, dass ein friedliches Auseinandergehen die bessere Lösung bedeutet.
Eine Paartherapie kann die Voraussetzung und Basis für eine friedvolle Trennung schaffen!
